Mittwoch, 08.04.2020
10.03.2020
   
Zusammenschluss in NRW
 

V.l.n.r.: Roland Jakubczyk (Geschäftsführer Sachverständigenbüro Schumann), Christof Schumann (ehemaliger Inhaber Sachverständigenbüro Schumann und ehemaliger Geschäftsführer Schumann-Prüf GmbH), Karina Lehnert (Verwaltung Lehnert Automotive Consult), Hartmut Lehnert (Geschäftsführer Sachverständigenbüro Schumann und Schumann-Prüf GmbH) sowie Bodo Velmer (Prokurist Schumann-Prüf GmbH).

GTÜ-Partner bündeln Kräfte

In Nordrhein-Westfalen ist eines der größten Prüfunternehmen innerhalb der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung an den Start gegangen. Zum 1. März 2020 hat die Ingenieurbüro Lehnert GmbH hat die Schumann Prüf GmbH übernommen, wie die Organisation mitteilte. Das neue Unternehmen firmiere weiterhin unter dem Namen Schumann Prüf GmbH und habe seinen Hauptsitz in Dortmund.

"Wir begrüßen diesen Schulterschluss von zweien unserer Partner. Er sorgt für Kontinuität in einer wichtigen Region. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit", sagte Robert Köstler, Sprecher der Geschäftsführung der GTÜ, in Stuttgart.

Den Angaben zufolge beschäftigt die neue Schumann Prüf GmbH insgesamt 95 Mitarbeiter an neun Standorten: Arnstadt, Castrop-Rauxel, Dortmund, Erfurt, Gelsenkirchen, Hamm, Kamen, Lünen und Werl. Zusätzlich zu den klassischen Fahrzeugprüfungen sind Sachverständigendienstleistungen ein Schwerpunkt. Dazu gehören Kfz-Bewertungen sowie Gutachten zu Fahrzeugschäden, Motorschäden, Lackierungen, historischen Autos und Hochvoltfahrzeugen.

"Die neue Schumann Prüf GmbH bringt ihre Kompetenz auf einer noch stabileren Basis zu ihren Kunden", erklärte Geschäftsführer Hartmut Lehnert. "Sie bündelt die Stärken der beiden vorherigen Firmen zu einer idealen Kombination." Kooperiert hätten beide Unternehmen schon länger.

Lehnert hob die sehr sorgfältige Vorbereitung auf den Zusammenschluss hervor: "Sie hat ungefähr drei Jahre gedauert, und wir hatten sehr gute Berater dafür an Bord. Ohne die wäre es nicht gegangen." Gemeinsam mit der GTÜ habe man an Unternehmenskonzept und Business-Plan gearbeitet. Beides sei am Ende so schlüssig gewesen, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Bürgschaft gegeben habe. Diese sei wiederum für die Bankfinanzierung ein starkes Signal gewesen, hieß es.

"Man darf ruhig groß denken"

Mit Blick auf die besonderen Herausforderungen einer solchen Übernahme sagte Firmenchef Lehnert "Wenn der Wille aller Beteiligten vorhanden ist, eine solche Chance zu nutzen, und dieser sich mit einer gründlichen Vorarbeit sowie den passenden Partnern ergänzt, ist so ein Projekt absolut machbar. Man darf ruhig groß denken. Und wenn dann alle Faktoren stimmen, darf man auch groß handeln." (AH)


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