Freitag, 13.12.2019
29.11.2019
   
Weiterer Diesel-Rückruf im VW-Konzern
VW Abgas-Skandal
 

Weiterer Pflichtrückruf: VW kommt im Abgas-Skandal nicht zur Ruhe.

Ältere 3,0-Liter-Modelle müssen zur Nachrüstung

Im Volkswagen-Konzern gibt es einen weiteren Pflichtrückruf für Dieselautos. Bei der Kernmarke VW Pkw müssen rund 33.200 ältere Wagen aus den 2000er Jahren zur Nachrüstung. Wie ein VW-Sprecher am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte, handelt es sich im Einzelnen um etwa 27.500 Exemplare des Touareg sowie um 5.700 VW Phaeton. Sie wurden den Angaben zufolge zwischen 2005 und 2008 hergestellt und fallen in die Emissionsklasse Euro-4. Zuvor hatte der "Bayerische Rundfunk" darüber berichtet.

Außerdem sollen in der aktuellen Rückrufwelle – zusammen mit einer früheren Aktion Anfang November – bei der VW-Tochter Audi nach eigenen Angaben 89.000 Dieselwagen überarbeitet werden. Hierüber hatten die Ingolstädter Ende der vergangenen Woche informiert. In der Gesamtzahl sind laut dem Unternehmen rund 50.000 A4, A6 und A8 mit dem großen 3,0-Liter-Dieselantrieb enthalten. Für Autos mit einem solchen Motor, aber modernerer Abgasnorm hatte es im VW-Konzern bereits ebenfalls Rückrufe gegeben, auch bei der Tochter Porsche. Aus dem Bundesverkehrsministerin gab es zunächst keine neuen Informationen.

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen mit drastisch erhöhten Stickoxid-Werten im realen Straßenbetrieb war im September 2015 bekanntgeworden. Die Dieselkrise weitete sich von Fällen mit nachgewiesener Manipulationssoftware im weiteren Verlauf auch auf andere Modelle und Hersteller aus, die aus Sicht von Kritikern unzulässige "Abschalteinrichtungen" nutzen. Dabei werden Abgase wegen des Schutzes von Motorbauteilen teils nicht vollständig gereinigt. Die jetzt genannten Fälle fallen in die Zeit weit vor "Dieselgate". (dpa)


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