Mittwoch, 13.11.2019
28.10.2019
   
Neu- und Gebrauchtwagen
 

Per klassischer Eingabemaske lässt sich die Fahrzeugsuche eingrenzen.

Porsche startet Online-Verkauf

Von Online-Redakteur Andreas Heise

Auto-Abos und Online-Leasing machen es vor: Mit ein paar Klicks gelangen User zum eigenen Auto. So ziehen mittlerweile auch die Autobauer nach und schaffen digitale Angebote. Machte zuletzt Dacia von sich reden, ist nun Porsche an der Reihe. Seit Montag kann jeder Interessierte auf der Firmenwebsite nach Neu- und Gebrauchtfahrzeugen suchen – "Online kaufen" heißt die neue Kategorie auf der Homepage.

Alle 88 deutschen Porsche Zentren beteiligen sich am neuen Vertriebskanal. Wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber AUTOHAUS erklärte, sei das Angebot von den Partnern sehr gut angenommen worden. Bereits über 4.000 Sportwagen sind online – vom Einstiegs-Oldtimer Porsche 944 über den neuen 911er bis hin zum Hypercar 918 Spyder.

Mittels einer Eingabemaske können Porsche-Modelle beispielsweise nach Typ, Maximal-Preis oder Laufleistung selektiert werden. Ob das Fahrzeug auf der Trefferliste online bestellt werden kann, hängt vom jeweiligen Händler ab. Falls nicht, wird alternativ ein Kontaktformular angeboten.

Ist eine Bestellung möglich, hat der User im besten Fall die Auswahl zwischen Barkauf und Leasing. An dieser Stelle kann er direkt ein Leasingangebot nach bestimmten Kriterien (Kundentyp, Laufleistung, Laufzeit und einmalige Sonderzahlung) konfigurieren, optionale Leistungen hinzufügen und eine unverbindliche Leasinganfrage an Porsche Financial Services senden. Sofern der Käufer ein gebrauchtes Fahrzeug in Zahlung geben möchte, kann er hierzu online erste Angaben machen.

Generell handelt es sich nicht um einen komplett digitalisierten Verkaufsprozess, denn die Legitimation des Kunden und der Vertragsabschluss erfolgen zunächst weiterhin im Porsche Zentrum. So lässt sich das ausgewählte Fahrzeug vorerst gegen Entgelt reservieren. Die Höhe des Reservierungsbetrags legen die Betriebe selbst fest. Porsche-Kunden können für die Fahrzeugreservierung die bereits bestehenden und mit der Porsche-ID verbundenen Zahlmethoden nutzen.

Ab dem Zeitpunkt der Online-Bestellung übernimmt der Händler die Kundenkommunikation – Porsche hat dafür gewisse Leitfäden entwickelt. Wie das Autohaus den weiteren Bestellprozess gestaltet, obliegt ihm am Ende aber selbst.

"Erlebnis des Fahrzeugkaufs noch einfacher und komfortabler"

"Kunden bewegen sich heutzutage wie selbstverständlich zwischen der digitalen Welt und dem physischen Handel – unser neuer digitaler Marktplatz entspricht diesem Bedürfnis und macht das Erlebnis des Fahrzeugkaufs damit noch einfacher und komfortabler", sagte Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Porsche. Der Autobauer wolle sein digitales Ökosystem insgesamt weiter ausbauen und neben Fahrzeugen auch Porsche-spezifische Mobilitätsprodukte und -services weltweit anbieten.

Alexander Pollich, Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland, ergänzte: "Mit der Einführung des Online-Fahrzeugvertriebs stellen wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Porsche Zentren in Zeiten der Digitalisierung sicher. Wir sind sehr stolz darauf, unseren Kunden die digitale Kauf-Option innerhalb der etablierten Porsche-Umgebung anbieten zu können – und diese integrierte Lösung für Porsche erstmalig im deutschen Markt umzusetzen.“

Das neue Online-Angebot von Porsche soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Nach dem Start in Deutschland beginnt nach Unternehmensangaben 2020 der europaweite Rollout.

Ob später einmal ein komplett digitalisierter Bestellprozess samt Vertragsschluss möglich wäre? – Man sammle zunächst Erfahrungen und optimiere die Seite fortlaufend, hieß es auf Anfrage von AUTOHAUS aus Zuffenhausen. Ein Anfang ist mit dem neuen Vertriebskanal jedenfalls gemacht.


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