Mittwoch, 16.01.2019
04.01.2019
   
Kfz-Kennzeichen
 

Tönnjes entwickelt unter anderem digitale Kfz-Kennzeichen und Sicherheitskomponenten für Fahrzeuge.

Tönnjes steigt zum Branchenprimus auf

Der Schilderhersteller Tönnjes ist nach eigenen Angaben zum Weltmarktführer für die Herstellung und Datenerfassung von Kfz-Kennzeichen aufgestiegen. Mit dem Erwerb des Anteils der Utsch AG an der gemeinsamen Utsch Tönnjes International GmbH scheide der bisherige Mitbewerber endgültig aus der Gesellschaft aus, teilte das Delmenhorster Unternehmen Ende des vergangenen Jahres mit. Die Übernahme sei zum 20. Dezember 2018 erfolgt. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.

"Wir sind nach wie vor ein Familienunternehmen und verfolgen das Ziel, langfristig mit unseren Partnern vor Ort zu arbeiten", sagte Geschäftsführer Dietmar Mönning. Für Länder wie die USA, Kanada, Brasilien oder Südafrika bleibe man ein verlässlicher Partner. "Wir lernen die Staaten und ihre Bedürfnisse besser kennen und können die benötigten Systeme den dortigen Anforderungen anpassen", betonte Mönning. Künftig lautet der Name der Firma Tönnjes International GmbH.

Die Tönnjes Holding besteht aus mehreren Tochtergesellschaften und betreibt ein bundesweites Netz aus über 230 Filialen, die aus Prägestellen und 35 Kfz-Zulassungsdiensten bestehen. Im Ausland hat der Konzern an 50 Standorten Beteiligungen gegründet und beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter. Man wolle sich vom reinen Technologielieferanten zum Systemanbieter entwickeln, der von der Kennzeichenproduktion bis zur Schaffung eines zentralen Zulassungsregisters alle Bereiche der Fahrzeugregistrierung und -identifikation aus einer Hand biete, hieß es.

Digitalisierung im Fokus

Einen Schwerpunkt setzt Tönnjes bei der elektronischen Fahrzeugerkennung. Digitale Produkte wie ein RFID-Nummernschild, ein RFID-Windschutzscheiben-Aufkleber sowie entsprechende Software sollen Fahrzeuge, Zulassungsdokumente und Kennzeichen vor Manipulationen, Fälschungen und Diebstahl schützen. Gleichzeitig sollen sie eine berührungslose und verschlüsselte Fahrzeugerkerkennung im fließenden und stehenden Verkehr ermöglichen. Unter anderem in Honduras, Kenia, Saudi Arabien oder der Türkei sind die modularen Sicherheitssysteme bereits im Einsatz. (rp)


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