Mittwoch, 21.10.2020
13.10.2020
   
IfA MarkenMonitor 2020
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IfA MarkenMonitor: Mitsubishi löst Porsche an der Spitze des Gesamt-Rankings ab.

Mitsubishi holt Triple, Suzuki mit roter Laterne

Der starke Rückgang der Händlerzufriedenheit hat im "IfA MarkenMonitor 2020" auch die Fabrikat-Rankings durcheinandergewirbelt. Wie das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) bei der Präsentation der Branchenstudie am Dienstagabend in Nürtingen mitteilte, holt sich Mitsubishi den Überraschungssieg in der Gesamtwertung. Die Marke, deren Verbleib auf dem europäischen Markt in den Sternen steht, hat damit auch in der Kategorie "Kleine Importfabrikate" die Nase vorne – und mit dem Sieg beim Nachhaltigkeitspreis ist das Mitsubishi-Triple perfekt.

Porsche, der große Gewinner der Erhebung 2018/19, bleibt dagegen nur die Top-Platzierung bei den Nischenanbietern. Immerhin kann der Zuffenhausener Autobauer hier den Gruppensieg verteidigen, ebenso wie Mercedes-Benz bei den "Deutschen Premiumherstellern". Neu an der Spitze in ihren jeweiligen Markengruppen stehen Ford ("Deutsche Volumenhersteller") und Renault ("Große Importfabrikate").

Das IfA hatte bereits in der vergangenen Woche zentrale Ergebnisse des MarkenMonitors 2020 vorgestellt (wir berichteten). Demzufolge bewerten die Autohäuser die Zusammenarbeit mit ihrem Hersteller/Importeur im Corona-Jahr so schlecht wie nie zuvor. Mit der Durchschnittsnote 3,10 ist ein historischer Tiefpunkt erreicht. Die viel beachtete Händlerbefragung wird in diesem Jahr zum 22. Mal aufgelegt, Kooperationspartner ist der Fahrzeugmarkt Autoscout24.

Kellerduell zwischen Ford, VW und Opel

Besonders hart trifft es in diesem Jahr die deutschen Volumenhersteller. Sie müssten mit einem Zufriedenheitsrückgang von 0,8 Notenpunkten im Vergleich den größten Rückschlag hinnehmen, sagte Felix Frank, Chief Commercial & Marketing Officer Autoscout24. In einem engen Finish habe Ford Volkswagen als vorherigen Gruppensieger mit lediglich 0,01 Notenpunkten Vorsprung abgelöst. Auch Opel sei als Drittplatzierter (3,44) dicht an seinen Mitstreitern dran und könne in nahezu allen Bereichen mithalten, hieß es.

Die Branchenentwicklung spiegelt sich auch bei der Zufriedenheit der Mercedes-, BMW- und Audi-Autohäuser wider. Auch hier registrieren die IfA-Experten deutliche Verluste. Mercedes-Benz behauptet aber die Pole-Position mit der Note 2,71 – vor BMW (2,92) und Audi (3,10). Dabei zeigen sich die Mercedes-Vertreter in nahezu allen relevanten Beziehungsfeldern zufriedener als ihre Wettbewerber.

In der Gruppe "Große Importeure" kann kein Fabrikat das Niveau der vorangegangenen Erhebung erreichen. Den aktuellen Herausforderungen begegnet Renault offenbar am besten. Mit einer Gesamtzufriedenheit von 2,89 halten die Franzosen Toyota mit 0,10 Punkten auf Abstand. Positiv: Die FCA-Kernmarke Fiat kämpft sich in diesem Jahr auf Platz drei vor, nach Rang sechs in 2018/19. Deren Händler sind damit zufriedener (3,07) als ihre Kollegen, die mit den erfolgreichen VW-Töchtern Seat (3,08) und Skoda (3,18) zusammenarbeiten. Trübe Stimmung herrscht laut Studie bei den Hyundai-Partnern (3,41) – trotz eines zweistelligen Absatzzuwachses im vergangenen Jahr.

Eine Gruppe der Extreme sind die kleinen Importeure, bestehend aus insgesamt zehn Marken. Auf der einen Seite bilden durch die hohe Unzufriedenheit der Händler von Peugeot (3,57), Citroën (3,66), Honda (3,75) und Suzuki (3,89) gleich vier Vertreter das untere Ende des Rankings. "Nahezu vernichtend" sei dabei die Beurteilung durch die Suzuki-Partner, so die Autoren der Studie. Deren Zufriedenheit rutsche die um fast 1,5 Notenpunkte ab (3,89). Auf der anderen Seite grüßt Mitsubishi mit der diesjährigen Top-Note 2,31 vom Platz an der Sonne.

Porsche verliert in seiner Königsdisziplin

Die Titelverteidigung von Porsche bei den Nischenfabrikaten gelingt Porsche trotz eines Zufriedenheitsrückgangs von mehr als einer halben Note (2,53). Auffällig ist das schlechte Abschneiden in der Königsdisziplin "Produkt und Marke", auch das Beziehungsfeld "Gebrauchtwagen" fällt ab. Mini überquert die Ziellinie auf Platz zwei mit der Note 2,62. Die Händler von Jaguar und Land Rover bewerten durchgängig unterhalb der 3,0-Marke, wodurch sich das britische Markenduo mit der Gesamtnote 3,44 im letzten Fünftel der Gesamtrangliste wiederfindet. (rp)

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