Freitag, 23.08.2019
16.08.2019
   
Hardware-Nachrüstung
Baumot Diesel-Hardware-Nachrüstung
 

Nun dürfen auch Diesel-Fahrzeugmodelle des VW-Konzerns nachgerüstet werden.

Genehmigung für VW-Diesel

Nach der Genehmigung für Hardware-Nachrüstungen von VW-Dieselfahrzeugen drückt der Technologie-Anbieter Baumot aufs Tempo. "Wir planen, die ersten Systeme noch im Oktober 2019 auszuliefern", teilte Baumot-Chef Marcus Hausser der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach seinen Worten deckt die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilte Betriebserlaubnis (ABE) etwa 1,3 Millionen betroffene Autos aus dem Volkswagen-Konzern ab.

"Weitere ABEs für Fahrzeuge auch anderer Hersteller werden wir in Kürze ebenfalls beantragen. Wir gehen davon aus, zeitnah für alle relevanten Volumenmodelle eine Nachrüstlösung anbieten zu können", sagte Hausser.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte am Donnerstag die Betriebserlaubnis für Systeme von Baumot veröffentlicht. Diese umfasse Nachrüstsysteme für über 60 Fahrzeugmodelle des VW-Konzerns. Nach Volvo und Daimler können somit auch Diesel-Autos von Volkswagen mit zu hohen Schadstoffwerten in Deutschland nachgerüstet werden.

Mit Nachrüstungen Fahrverbote vermeiden

Ziel der Nachrüstungen ist es, dass Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 von Fahrverboten ausgenommen werden können. Die Umrüstungen am Motor sind Teil eines Maßnahmenpakets der Regierung für bessere Luft.

Ende Juli war die erste Betriebserlaubnis für Nachrüstsysteme des Bamberger Technologie-Anbieters Dr Pley für verschiedene Volvo-Modelle erteilt worden. Es folgten Genehmigungen für Mercedes-Modelle. Deutsche Auto-Hersteller hatten sich nach langer Debatte auf Zuschüsse für Hardware-Nachrüstungen eingelassen. Sie favorisieren Software, um die Abgaswerte zu verbessern.

Der Deutsche Städtetag forderte zuletzt von der Autobranche mehr Tempo bei Abgas-Nachrüstungen direkt am Motor. In Deutschland sind weit mehr als fünf Millionen Diesel-Pkw mit der Abgasnorm Euro 5 auf den Straßen unterwegs. Wegen des hohen Ausstoßes von Stickoxiden (NOx) sind sie an vielen Orten von Fahrverboten bedroht. (dpa)


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