Montag, 06.07.2020
03.08.2016
   
Eurotax
 

Der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenste hat sich auch im zweiten Quartal auf hohem Niveau entwickelt.

Schweizer Markt auf hohem Niveau

Der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenste hat sich auch im zweiten Quartal auf hohem Niveau entwickelt - jedoch ohne nennenswerte Wachstumsimpulse. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Marktbeobachters Eurotax.

Im ersten Halbjahr gab es demnach insgesamt 158.037 Neuzulassungen (minus 2,3 Prozent) und 441.264 Halterwechsel (plus 3,6 Prozent). Das historisch tiefe Preisniveau sei die Folge der stark gesunkenen Neuwagenpreise sowie des Überangebotes, so Eurotax. "Es überrascht deshalb nicht, dass die durchschnittliche Standzeit eines zum Verkauf stehenden Gebrauchtwagens gegenüber Vorjahr um 5 auf 99 Tage anstieg."

Im GW-Markt entwickelten sich die Vertreter der Top-10-Markenrangliste etwas weniger gut (plus 3,0 Prozent) als der Gesamtmarkt. Gleichwohl weisen – mit einer Ausnahme – alle Volumenmarken ein positives Wachstum auf. Stark nachgefragt wurden erneut Gebrauchtwagen von Mercedes-Benz (plus 6,5 Prozent), BMW (plus 6,2 Prozent), Peugeot (plus 6,0 Prozent) und Ford (plus 4,7 Prozent). Etwas verhaltener entwickelte sich Renault (plus 2,6 Prozent), Audi (plus 1,8 Prozent) und Fiat (plus 1,7 Prozent). Prozentual gleichauf mit den Italienern platzierte sich Volkswagen – volumenmässig spielen die Wolfsburger allerdings in einer komplett eigenen Liga und führen deshalb seit Jahren auch die Verkaufsrangliste unangefochten an. Am anderen Ende der Top-10-Markenrangliste übernahm Toyota (minus 0,1 Prozent) von Fiat den 10. Rang.

Die positive Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes belegt laut Eric Sagarra, Country Manager von Eurotax Schweiz, zweierlei: "Zum einen scheint das breite Marken- und Modellangebot im Gebrauchtwagenhandel die große Nachfrage zu befriedigen. Zum anderen werden insbesondere junge Occasionen von den Händlern offensichtlich konkurrenzfähig kalkuliert. Beides ist für einen funktionierenden Markt unabdingbar."

Anstieg der Standzeiten

Trotz der großen Nachfrage stiegen die Standzeiten von Gebrauchtwagen – wie bereits von Januar bis März – auch im zweiten Quartal 2016 an. Gründe sind unter anderem die vielen, mehrheitlich als Ersatz getätigten Neuwagenkäufe sowie der anhaltende Zustrom von (vor allem jungen) Gebrauchter aus dem europäischen Ausland. Folglich nahm die durchschnittliche Standzeit im Vorjahresvergleich um 5 auf aktuell 99 Tage (plus 5,3 Prozent) zu.

Auf einzelne Fahrzeugkategorien heruntergebrochen ergibt sich allerdings ein ziemlich heterogenes Bild! Einzig Fahrzeuge der Luxusklasse wurden von Januar bis Juni stärker nachgefragt als im Vorjahresvergleich (121 Tage, minus 3,2 Prozent). Regelrecht abgestraft wurden hingegen erneut Gebrauchte in den Kategorien Microklasse (106 Tage, plus 10,4 Prozent), Coupés (125 Tage, plus 7,8 Prozent) und Kleinwagen (94 Tage, plus 6,8 Prozent). Doch auch Fahrzeuge der Mittelklasse (99 Tage, plus 6,5 Prozent), der Unteren Mittelklasse (98 Tage, plus 5,4 Prozent) sowie Kompakt- und Minivans (99 Tage, plus 5,3 Prozent) standen deutlich länger auf dem Hof. Etwas überraschend traf dies auch auf SUV und Geländewagen (90 Tage, plus 4,7 Prozent) sowie auf die Obere Mittelklasse (105 Tage, plus 4,0 Prozent) zu. Saisonal untypisch und wohl den widrigen Wetterverhältnissen zuzuschreiben war der ebenfalls verzögerte Abverkauf bei den Cabriolets und Roadster (125 Tage, plus 3,3 Prozent). (AH)


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