Montag, 06.07.2020
06.11.2015
   
Eurotax
 

Eurotax Schweizer GW-Markt leidet unter günstigen Neuwagen

Schweizer GW-Markt leidet unter günstigen Neuwagen

Der Schweizer Gebrauchtwagenmarkt leidet unter günstigen Neuwagen. Wie der Marktbeobachter Eurotax jetzt mitteilte, ermöglicht es die Preiserosion im Neuwagenmarkt bei identischem Budget, höherklassige Fahrzeuge zu kaufen oder aber im bisherigen Segment massiv Geld zu sparen.

Dennoch wurden von Januar bis September in der Eidgenossenschaft sowie im Fürstentum Liechtenstein mit 638.156 Pkw nach wie vor rund 2,7 Mal mehr Gebrauchte verkauft als Neuwagen. Die Halterwechsel lagen damit um 1,8 Prozent über dem Vorjahreswert (plus 11.395).

Während Fahrzeuge der deutschen Premium- und Mittelklasse wie Mercedes-Benz (plus 8,1 Prozent), BMW (plus 6,2 Prozent), Audi (plus 6,1 Prozent) und Volkswagen (plus 5,2 Prozent) erneut überdurchschnittlich gut verkauft werden konnten, wurden Gebrauchtwagenhändler aller übrigen Top-10-Marken mit einem Nachfragerückgang konfrontiert. Erneutes Schlusslicht war Opel (minus 4,6 Prozent), gefolgt von Renault (minus 3,7 Prozent), Fiat (minus 3,4 Prozent), Ford (minus 3,3 Prozent), Peugeot (minus 2,9 Prozent) und Toyota (minus 1,8 Prozent). Insgesamt summieren sich die Mehr- und Minderverkäufe aller Top-10-Marken auf unterdurchschnittliche 0,0 Prozent.

Ob die Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen, die von der aktuellen Diesel-Abgasaffäre betroffen sind, im vierten Quartal 2015 – oder sogar darüber hinaus – nachlassen wird, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich prognostizieren, so die Experten. Eurotax beobachte den Markt momentan sehr genau. "Unsere einzige relevante Informationsquelle ist der Markt und der verhält sich derzeit absolut stabil", sagte Heiko Haasler, Managing Director von Eurotax Schweiz. "Die verfügbaren Daten weisen ein ganz normales Verhalten auf und lassen damit keine Schlussfolgerungen hinsichtlich nennenswerter Reaktionen seitens der Kaufinteressenten zu."

Standzeiten steigen leicht an

Das relative geringe Plus der Halterwechsel ließ die Standzeiten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um einen Tag auf neu durchschnittlich 95 Tage ansteigen (plus 1,1 Prozent). Erneut verzeichnen Fahrzeuge der Luxusklasse (127 Tage, plus 6,7 Prozent), SUVs und Geländewagen (87 Tage, plus 4,8 Prozent) sowie Gebrauchtwagen der Unteren Mittelklasse (93 Tage, plus 3,3 Prozent) den grössten Zuwachs. Diese Fahrzeugkategorien leiden besonders unter der Preiserosion bei Neuwagen, weshalb der GW-Kauf an Attraktivität verliert. Etwas weniger gefragt waren auch Cabriolets/Roadster (121 Tage, plus 1,7 Prozent), Coupés (116 Tage, plus 0,9 Prozent) und Gebrauchtwagen der Oberen Mittelklasse (103 Tage, 0,0 Prozent). Im Gegensatz dazu standen Kompakt- und Minivans (94 Tage; minus 3,1 Prozent) sowie Gebrauchtwagen in den Segmenten Mittelklasse (94 Tage, minus 2,1 Prozent), Kleinwagen (89 Tage, minus 1,1 Prozent) und Microklasse (98 Tage, minus 1,0 Prozent) etwas weniger lange auf dem Hof. (se)


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