Donnerstag, 18.07.2019
26.06.2019
   
Europa-Studie
 

Europaweit lehten zwei Drittel den Kauf eines Dieselautos ab.

Wo gibt es noch Dieselfans – und wo nicht?

Der Diesel verliert in Europa an Zustimmung. Laut einer internationalen Trendstudie von Autoscout24 würde zum jetzigen Zeitpunkt nur noch gut ein Drittel der europäischen Autofahrer den Kauf eines Selbstzünders in Betracht ziehen. Das geringste Interesse herrscht demzufolge in den Niederlanden, während der Diesel in Österreich noch zahlreiche Anhänger hat: Jeder zweite Österreicher vertraut nach wie vor auf die Antriebstechnologie.

Für 63 Prozent der Europäer kommt der Kauf eines Dieselautos nicht in Frage. Stattdessen zeigen sie sich offen für alternative Antriebe: Europaweit am beliebtesten ist das Hybridauto. Jeder Zweite (50 Prozent) würde im Fall eines Autokaufs entsprechende Modelle ernsthaft erwägen. Auf Platz zwei folgen die Elektrofahrzeuge, für die sich 42 Prozent interessieren. Den dritten Rang nehmen die Benziner ein (41 Prozent).

Erst auf dem vierten Platz folgt der Studie zufolge der Diesel, den noch 37 Prozent als Kaufoption sehen – allerdings legen 25 Prozent dabei Wert auf ein Modell mit neuester Abgasnorm. Rund 19 Prozent würden den Kauf eines Erdgasfahrzeugs favorisieren und 18 Prozent den eines Wasserstoffautos.

Österreich ist Diesel-Land

Die größten Dieselfans sitzen in Österreich: Hier würden 56 Prozent der Befragten bei einem Kauf nach wie vor einen Selbstzünder präferieren. Mit deutlichem Abstand folgen Spanier und Franzosen, wo 41 bzw. 40 Prozent den Selbstzünder als Option sehen. Deutschland folgt mit 38 Prozent auf Platz vier, vor Belgien (35 Prozent) und Italien (34 Prozent). In den Niederlanden sprechen sich dagegen nur 19 Prozent für den Diesel aus. Dort ist der Benziner mit 63 Prozent beliebter als in jedem anderen untersuchten Land.

Unterschiedliche Einstellungen herrschen in Europa mit Blick auf die Abgasthematik vor. Insgesamt neun Prozent der Befragten stimmen europaweit der Aussage zu: "Das Abgasthema wird überbewertet – so schlimm ist das alles nicht". In Deutschland teilen sogar 17 Prozent diese Einschätzung. In Österreich sind es immerhin 15 Prozent und in Belgien zwölf Prozent. Spanier und Italiener können hier nur den Kopf schütteln: Lediglich fünf bzw. drei Prozent bewerten die Belastung mit Abgasen als weniger wichtig. Für die repräsentative Studie wurden im April und Mai über 7.000 Autohalter in sieben europäischen Ländern befragt. (rp)


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