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19.05.2010
   
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Frank Brüggink (li.) und Christian Schmitz (re.), Geschäftsführer CARFAX Europe mit Dr. Andreas Scheuer MdB, Parlamentarischer Staatssekretär.

Fahrzeughistorien als Chance

Aus GW-trends 2/2010

Von Dr. Martin Endlein

Gerade im Hinblick auf technische Mängel bei Gebrauchtwagen sei es wichtig, Transparenz herzustellen, berichtete Dr. Andreas Scheuer MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, beim „Parlamentarischen Abend der Verkehrssicherheit“ von CARFAX Europe in Berlin.

 Datenschutz als zentrales Thema

Wenn das Thema Datenschutz zufriedenstellend gelöst werden könne und alle offenen Fragen geklärt seien, begleite das Bundesverkehrsministerium den CARFAX Ansatz gerne pro-aktiv, so Scheuer. Die nächsten Schritte seien bereits geplant. Er begrüßte private Initiativen wie die Fahrzeughistorien von CARFAX Europe. Ergänzend zu staatlichen Maßnahmen trügen sie wesentlich zu einer Steigerung von Verkehrssicherheit und Verbraucherschutz in Europa bei. Gleichzeitig bedeute diese Transparenz auch eine Chance für die Gebrauchtwagenhändler, die Fahrzeughistorien im Sinne eines Qualitätssiegels nutzen könnten, so Scheuer. „Uns geht es bei den Fahrzeughistorien ausschließlich um fahrzeugbezogene Daten“, erklärt Christian Schmitz, der gemeinsam mit Frank Brüggink CARFAX Europe gegründet hat, „aber der Knackpunkt in Deutschland ist die 17-stellige VIN, die als persönlich identifizierbares Datum bezeichnet wird“.

Mehr als nur Scheckheft und Brief

„Fahrzeughistorien von CARFAX bieten verbraucherrelevante, fahrzeugbezogene Informationen wie zum Beispiel den tatsächlichen Kilometerstand, die Anzahl der Vorbesitzer und bisherige Unfälle und Schäden eines Wagens“, erläutert Schmitz. „Sie gehen inhaltlich über Scheckheft und Fahrzeugbrief weit hinaus und werden dem zunehmend multinationalen und onlinebasierten Handel mit Gebrauchtfahrzeugen in Europa gerecht.“

Grenzüberschreitender GW-Handel

Gerade durch den Cross-Border-Handel bekommen transparente Fahrzeughistorien eine wichtige Bedeutung, so Schmitz. „Wir kennen Fälle, in denen ein Fahrzeug in einem Land als verschrottet gemeldet und in einem anderen Land mit der gleichen Fahrgestellnummer zugelassen oder umgeschrieben wird. Deshalb ist es neben nationalen Lösungen besonders wichtig, das Gebrauchtwagengeschäft gesamteuropäisch zu betrachten.“ Man habe in Schweden, wo die Fahrzeughistorien seit 2009 angeboten werden, sowohl bei Herstellern, Händlern und Endkunden sehr gute Resonanz auf das „Produkt“ Fahrzeughistorien bekommen. Aktuell sei man mit Slowenien in intensiven Gesprächen, aber auch mit weiteren Ländern in Europa. „Für uns zählte von Anfang an die europäische Dimension unseres Vorhabens. Wir freuen uns auf den Weg, der noch vor uns liegt“, resümiert Christian Schmitz.


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