Montag, 25.01.2021
30.12.2020
   
Schwacke-Prognose 2021
 

Schwacke sieht im neuen Jahr ein Restwertrisiko für junge gebrauchte E-Fahrzeuge.

Restwertrisiko für junge E-Fahrzeuge

Der Marktbeobachter Schwacke sieht 2021 ein Restwertrisiko für E-Fahrzeuge. Junge gebrauchte Plug-in-Hybride und Elektroautos müssten im neuen Jahr in großer Stückzahl aus taktischen Zulassungen vermarktet werden und würden mangels Kaufanreiz unter Volumen- und Preisdruck geraten, erklärte Andreas Geilenbrügge, Head of Valuations & Insights bei Schwacke, gegenüber AUTOHAUS. Verbrenner hätten sich wertseitig auf niedrigem Niveau stabilisiert – mit leichter Aufwärtstendenz für Diesel. Die neue Kfz-Steuerberechnung seit Januar werde aufgrund ihrer immer noch vergleichsweise geringen finanziellen Konsequenz kaum steuernde Wirkung haben, so Geilenbrügge.

Für den gesamten Automarkt in Deutschland geht der Branchenexperte im neuen Jahr von leichten Verbesserungen aus. Nach einem voraussichtlichen 2020er-Ergebnis von knapp 2,9 Millionen Pkw-Neuzulassungen sei mit einer Erholung auf knapp 3,1 Millionen Einheiten zu rechnen. Geilenbrügge: "Dabei berücksichtigen wir sowohl im Positiven die wiedergewonnenen Produktionskapazitäten als auch die deutlich geringeren Mengen an sehr jungen Gebrauchten aus dem ablaufenden Jahr. Die in 2020 wahrgenommene Substitution des produktionsbedingten Neuwagenmangels wird zunehmend verschwinden."

Gleichzeitig verwies der Marktkenner aber auch auf die geringeren Mengen an volumenstarken Neuerscheinungen in 2021 und die CO2-bedingte Ausdünnung der Angebotspalette. Diese Faktoren würden ebenfalls ihren Niederschlag finden, zusammen mit einer etwas gedämpften Erwartung an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. "Einige negative Auswirkungen der Pandemie auf die Binnenwirtschaft erwarten wir zeitverzögert erst im kommenden Jahr", sagte Geilenbrügge. Damit werde das Ergebnis unter den Vorjahren und sehr deutlich unter dem künstlich angehobenen Spitzenjahr 2019 liegen.

Für die Besitzumschreibungen erwartet Schwacke ebenfalls eine etwas höheres Niveau als 2020. "Das Gebrauchtwagengeschäft war unter den gegebenen Umständen durchaus erfolgreich und wird bis Jahreswechsel knapp über sieben Millionen Pkw umgesetzt haben." In 2021 rechne man wieder mit etwa sieben Millionen Halterwechsel, also unter den Jahren 2017 bis 2019. Das sei darauf zurückzuführen, dass zum einen die Flottenzulassungen aus den relevanten Jahren rückläufig gewesen seien und zum anderen fast 400.000 taktische Zulassungen aus 2020 fehlten, die üblicherweise zu zwei Dritteln im Jahr nach Zulassung als junge Gebrauchte vermarktet würden. (AH)


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