Mittwoch, 17.10.2018
07.06.2018
   
Automarken
 

Consors Finanz hat das Automobilbarometer International für dieses Jahr aufgelegt.

Autokäufer immer untreuer

Die Kundenbeziehung zwischen Autofan und Hersteller befindet sich offenbar im Umbruch. Zumindest legt diesen Schluss das Automobilbarometer International 2018 nahe, das Consors Finanz jetzt vorgelegt hat. So sei die lebenslange Treue zu einer Automarke heute nicht mehr selbstverständlich, Autokäufer seien zudem immer schwerer einzuschätzen, hieß es in einer Mitteilung. Für die jährlich erscheinende Verbraucherstudie hatten die Marktforscher von Kantar TNS online in 15 Ländern – darunter Deutschland, Großbritannien, USA und China – 10.600 Autobesitzer befragt, die in den vergangenen fünf Jahren einen Neu- oder Gebrauchtwagen erworben hatten.

Interessant: Obwohl sich 78 Prozent der weltweit befragten Autobesitzer in der Kategorie "markentreu" einsortieren, entscheiden sich lediglich 34 Prozent der NW-Käufer für die Marke, die sie auch bisher gefahren sind. Hierzulande sieht es der Studie zufolge etwas besser aus: Den 81 Prozent Markentreuen stehen 39 Prozent gegenüber.

Dabei verleitet weniger die Unzufriedenheit mit dem eigenen Modell (16 Prozent) zum "Fremdgehen", sondern vielmehr die Aussicht, das Modell einer anderen Marke zu fahren (26 Prozent), etwas Neues auszuprobieren oder ein interessanteres Angebot der Konkurrenz zu nutzen (jeweils 23 Prozent). "Die Fülle an Möglichkeiten und die Frequenz, mit der diese dem Kunden präsentiert wird, haben das Kundenverhalten stark verändert", erklärt Consors-Finanz-CEO Gerd Hornbergs.

Servicequalität des Händlers

Wie die aktuelle Studie außerdem belegt, spielen der direkte Kontakt zum Verkäufer vor Ort und dessen Service weiterhin eine große Rolle. So sei die Servicequalität des Händlers für 89 Prozent der Deutschen ein wichtiges Argument für Markentreue, zwei Drittel schätzen die örtliche Nähe. Betrachtet man die internationalen Durchschnittswerte, stehen die Servicequalität mit 87 Prozent und die kurzen Wege mit 72 Prozent nicht ganz so hoch im Kurs wie zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen. Doch auch hierzulande gibt es noch Nachholbedarf: Nur sechs von zehn Befragten sind der Meinung, dass Händler und Werkstätten in Sachen Kundenbindung genügend tun würden. (pn)


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