Mittwoch, 23.05.2012
06.01.2009
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Aktuelle Marktübersicht

Zulassungszahlen Januar bis Dezember 2008

Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt hält an, ist aber nicht mehr ganz so tief wie im November. Im Dezember wurden knapp 226.000 Pkw neu zugelassen und damit 6,6 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mit.

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Im November war der Automarkt um fast 18 Prozent eingebrochen. Für das Gesamtjahr 2008 ergibt sich ein Rückgang um 1,8 Prozent auf 3,09 Millionen neu zugelassene Autos in Deutschland, das ist eines der schwächsten Autojahre seit der Wiedervereinigung. Das Defizit von 58.000 Autos sei erst im letzten Quartal des Jahres entstanden, so das KBA. Die Zeichen für das laufende Jahr sehen nach Angaben der Autoindustrie nicht gut aus; sowohl Auftragseingänge wie Exporte weisen nach unten.

64,9 % aller Neuzulassungen von deutschen Herstellern
Die deutschen Hersteller decken 64,9 Prozent des Neuzulassungsmarktes in Deutschland ab. Opel (-9,5 %) und Porsche (-8,2 %) gingen mit einem Minus in die Jahresbilanz ein. Smart erzielte mit +5,7 Prozent die höchste Steigerungsrate. Die anderen deutschen Marken erreichten in etwa die Vorjahreswerte. VW ist mit 615.000 Einheiten (Anteil von 19,9 %) unangefochten die Nummer eins.

Importeure
Bei den Importeuren liegt Renault (einschl. Dacia) mit einem Anteil von 4,8 Prozent vorn. Die Nächstplatzierten Skoda und Peugeot liegen leicht über Vorjahresniveau. Toyota musste einen Rückgang von -27,0 Prozent hinnehmen. Fiat ist dagegen mit +19,4 Prozent auf Wachstumskurs.
Auch Hyundai und Nissan konnten ihre Position stärken.

Segmente
Kleinstwagen sind zunehmend gefragt: Das Mini-Segment legte 2008 um 18,0 Prozent zu. Die begehrtesten Modelle sind Smart Fortwo, Renault Twingo und der Fiat 500. Zusammen decken sie rund 40 Prozent des Segments ab.
Aber auch die Geländewagen erfreuten sich einiger Beliebtheit (+3,0 %). Die Modellvielfalt ist hier besonders ausgeprägt. VW Tiguan, BMW X3 und X5 sowie die ML-Klasse von Mercedes sind hier die bevorzugten Modelle. Auch der neue Ford Kuga erlebte fast 6.000 Neuzulassungen. Deutlich rückläufige Quoten gab es dagegen in der Oberen Mittelklasse (-18,6 %), bei den Sportwagen (-14,2%) und den Vans (-11,0 %). Die Kompaktklasse bildet mit einem Anteil von 26,8 Prozent den Löwenanteil des Pkw-Marktes.

Kraftstoffe
Diesel-Pkw waren 2008 weniger gefragt, der Anteil ging auf 44,1 Prozent zurück. Die seit August geltende Euro 5-Einstu-fung wird gut angenommen (im Dezember 17,2 %). Die CO2-Emission verringerte sich um 2,9 Prozent auf 165 g/km. Die Trendfarbe ist weiß; ihr Anteil verdoppelte sich im vergangenen Jahr und liegt nun bei 6,3 Prozent. 40,2 Prozent der Neuzulassungen wurden von privaten Haltern vorgenommen.

Exporte
Auch der Export der deutschen Hersteller war im Dezember von der weltweiten Kaufzurückhaltung betroffen. Mit 223.000 Pkw wurden 22 Prozent weniger Fahrzeuge im Ausland verkauft.
Das Exportvolumen sank damit 2008 nach sechs Rekordjahren in Folge um insgesamt vier Prozent auf 4,13 Millionen Einheiten. Zwar konnten die deutschen Hersteller Marktanteile auf den wichtigen Auslandsmärkten Westeuropa (+ 0,7 Prozentpunkte), China (+ 0,1) und Russland (+ 1,5) gewinnen. Dem weltweiten Abwärtssog konnten sie sich aber nicht entziehen. (KBA/red/dpa)

 


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