Mittwoch, 18.07.2018
22.03.2018
   
ZDK-Umfrage zum Dieselverkauf

Autohändler mit hohen Einbußen

Die Zahlen sind alarmierend: Um Euro 5-Dieselwagen noch verkaufen zu können, müssen die Autohäuser momentan die Fahrzeuge um bis zu 50 Prozent abwerten. Das teilte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) am Donnerstag nach einer Umfrage unter 1.817 Händlern quer durch alle Marken mit. Für knapp elf Prozent der Befragten seien Euro-5-Diesel derzeit unverkäuflich, ein Drittel reduziere den Preis zwischen zehn und 30 Prozent, ein weiteres Drittel sogar um bis zu 50 Prozent.

Um die Gebrauchtwagen im Wert zu stabilisieren, fordern 43 Prozent der Markenhändler eine Hardware-Nachrüstung dieser Fahrzeuge. ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn sagte: "Bundesverkehrsminister Scheuer muss seinen ersten Ankündigungen, ernste Gespräche mit den Herstellern zu führen, jetzt schnell Taten folgen lassen." Die Branche brauche dringend eine Nachrüst-Verordnung für ältere Diesel mit bereits erprobten Hardware-Systemen. An deren Finanzierung müsse sich die Industrie beteiligen.

Selbst bei Autos mit Dieselmotoren, die die seit 2015 geltende Euro-6-Norm erfüllen, sei die Situation "nicht rosig", so der Verband weiter. Für rund 37,2 Prozent der Händler sei ein Verkauf von Fahrzeugen mit dieser Abgasstufe momentan kaum möglich. Nur bei den neuesten Euro-6d- und Euro-6d-Temp sehe es anders aus. "Solange das Diesel-Thema weiter rumort und Fahrverbote nicht klipp und klar verhindert werden, wird sich die Situation im Handel nicht verbessern, sondern weiter verschlechtern", betonte Peckruhn.

Deshalb erwarten die Autohäuser konkrete Unterstützungsmaßnahmen: Eine verstärkte Beteiligung der Hersteller und Importeure am Restwertrisiko insbesondere der Euro 5-Leasing-Rückläufer fordern 40,6 Prozent der Befragten. Für 16,3 Prozent wäre ein Garantiepaket für den Kunden mit Rückgaberecht des Dieselfahrzeugs bei verhängten Fahrverboten eine mögliche Alternative. Peckruhn forderte die Hersteller und Importeure auf, mit den Vertretern der Händlerverbände "sehr schnell tragfähige Lösungen für die extrem hohen Belastungen der Händler durch die Diesel-Krise zu schaffen". Nur so könne eine Pleitewelle im Autohandel verhindert werden. (rp)


Newsletter

Immer gut informiert.

Mit dem GW-trends Newsletter sind Sie wöchentlich (Mi) über das aktuelle, länderübergreifende Geschehen im Gebrauchtwagengeschäft informiert. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Kommentar verfassen

Newsletter

Immer gut informiert.

Mit dem GW-trends Newsletter sind Sie wöchentlich (Mi) über das aktuelle, länderübergreifende Geschehen im GW-Business informiert. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Akademie aktuell

Schach_akademie

Bei uns finden Sie Training für die Branche. Firmenintern, in offenen Seminaren oder auf Kongressen und Sonderveranstaltungen. mehr

GW-trends twittert

Möchten Sie immer sofort informiert werden, wenn es News aus der Gebrauchtwagenbranche gibt. Dann folgen Sie GW-trends auf Twitter. mehr

Weitere Zeitschriften

Abbildung_weitere_Zeitschriften

Unverbindlich testen!

AUTOHAUS, asp, Autoflotte, Sprit+ und VKU. Jetzt reinlesen!

Springer Automotive Shop

Von Profis für Profis

Berufsrelevante Informationen punktgenau für die Branche. Bücher, Studien und Formulare. mehr

autoflotte_beigeFlottenlösungen

Hier finden Sie, was Sie suchen!

Ein umfangreiches Branchenverzeichnis für die schnelle Recherche im Fuhrpark. mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Das Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen

mehr