Dienstag, 22.05.2018
01.08.2017
   
Schwacke

Leichte Steigerung der Restwerte

Nachdem bereits im vergangenen Monat eine leichte Steigerung zu beobachten war, haben die Restwerte im Juni nochmals angezogen. Laut einer aktuellen Analyse von Schwacke liegen sie mit durchschnittlich 56,4 Prozent für einen dreijährigen Gebrauchtwagen auf dem höchsten Niveau seit zwei Jahren. Verantwortlich dafür seien vor allem Wertsteigerungen bei den großen Luxus-SUV, die sich um mehr als einen Prozentpunkt steigern konnten und derzeit mit 61,9 Prozent die Restwerttabelle anführten, so die Marktbeobachter. Weitere spürbare Steigerungen gab es bei den Kleinwagen und in der Kompaktklasse.

Die großen SUV führen auch die Tabelle bei der absoluten Restwertentwicklung an. Während die Werte im Gesamtmarkt bezogen auf den Vergleichsmonat vor zwei Jahren durchschnittlich um 2,4 Punkte nach oben gingen, stiegen die Luxus-Offroader um 5,1 Punkte im Wert. Weitere starke Wertverbesserungen konnten außerdem Sportwagen und Oberklasse-Fahrzeuge realisieren. Bei letzteren liegt dies jedoch auch daran, dass die Luxuslimousinen 2015 auf einem besonders niedrigen Wert verharrten und als einziges Segment unter der 50-Prozent-Marke lagen. Das hat sich zwar inzwischen geändert, doch mit einem durchschnittlichen Restwert von 51,5 Prozent haben Oberklasse-Fahrzeuge auch weiterhin die schwächste Wertentwicklung.

Die Erleichterung aus dem Vormonat setzt sich auch diesen Monat fort. Aktuell haben die Standtage wieder um einen Tag, von nunmehr 105 Tage nachgegeben. Verglichen mit dem Vorjahreswert sind die Wartezeiten für die Händler damit um vier Tage gestiegen. Die Segmententwicklung ist hingegen im Jahresrückblick unterschiedlich und auch nicht von der Preisklasse abhängig. So stieg die Standtage-Zahl bei den Kleinwagen von 93 auf 95 an, während die Sportwagen unverändert auf 136 Tagen verharren. Kompakt-Van´s konnten sich um einen Tag verbessern, während SUV und Geländewagen zum Teil erheblich zulegten. Große und mittelgroße SUV stehen inzwischen sieben Tage länger als noch vor einem Jahr, bei den kleinen Kompakt-SUV stieg die Parkdauer sogar um acht auf insgesamt 106 Tage. Ungewöhnlich hoch hat die Mittelklasse im Jahresvergleich um sieben Tage auf 109 zugelegt. Einziges Segment mit einer Verkaufszeit von unter 100 Tagen bleiben die Kleinwagen. (AH)


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