Sonntag, 25.06.2017
16.06.2017
   
Restwert und Standzeiten
SchwackeNet
 

Die Restwerte liegen im aktuellen Monat wieder minimal im Plus.

Keine Preisänderungen, langes Warten

Die Restwerte liegen im aktuellen Monat wieder minimal im Plus. Laut einer aktuellen Analyse von Schwacke haben sie gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gewonnen. Damit sind es nun bereits über zwölf Monate ohne eine nennenswerte Bewegung des Restwertniveaus für dreijährige Gebrauchte, das seitdem um die 56-Prozent-Marke schwankt. Aktuell sind es 56,1 Prozent, der Stillstand betrifft alle Segmente, in keiner Fahrzeugklasse sind erwähnenswerte Unterschiede zum Vormonat zu verzeichnen.

Gewinner im Zweijahrestrend sind die Sportwagen, deren Restwertniveau sich binnen 24 Monaten von 54,0 auf 59,3 Prozent erhöht hat. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Luxus-SUV sowie die Oberklasse, bei der allerdings traditionell der insgesamt niedrigste Restwert verzeichnet wird, 51,5 Prozent derzeit für ein drei Jahre altes Gebrauchtfahrzeug. Geländewagen und Kompakt- wie Mittelklasse-SUV bleiben die wertstabilsten Kategorien, das waren sie allerdings bereits vor zwei Jahren. Deshalb ist hier der relative Wertzuwachs im Vergleich zum Marktdurchschnitt am geringsten.

Eine leichte Verbesserung hat sich bei den Standtagen abgezeichnet. "Für ein Aufatmen im Handel ist das jedoch kein Signal, zumal im Vormonat nochmals ein kräftiger Anstieg verzeichnet wurde", so die Marktbeobachter von Schwacke. Im Gesamtdurchschnitt gingen die Wartezeiten von 104 auf 103 Tage zurück, die Segmente entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Gesunken sind die Standtage bei Kleinst- und Kleinwagen, in der Mittelklasse, bei kompakten Vans, Geländewagen und den SUV. Besonders stark beschleunigten die Luxus-SUV ihre Verkaufszeiten, hier ging es binnen eines Monats von 107 auf 104 Tage zurück.

Einziges Segment unter hundert Tagen bleiben die Kleinwagen mit aktuell 96 Standtagen. Weiter zugelegt wurde in anderen Segmenten, vor allem bei hochpreisigen Pkw. Obere Mittelklasse und große Vans steigen um einen Tag, um gleich drei Tage – von 133 auf 136 Tage – verschlechterten sich Modelle der Oberklasse. Im Jahresvergleich stieg damit die Verkaufsdauer im Gesamtmarkt um insgesamt vier Tage. Während die besonders lange parkenden Oberklasse-Modelle sich dabei lediglich um einen Tag verschlechterten, ist der Zuwachs in der Kompaktklasse (plus sechs Tage) und der Mittelklasse (plus sieben Tage) auffällig, bei den SUV und Geländewagen sind die Zuwachstage ähnlich, ganz besonders stark legte jedoch das Segment der großen Vans zu: Elf Standtage mehr binnen eines Jahres. (AH)


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