Sonntag, 05.02.2012
20.02.2009
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Spiegel-Meldung

Opel braucht mehr Geld

Opel braucht nach dem drastischen Absatzeinbruch in Europa eine höhere Staatsbürgschaft als bisher bekannt. Die Bundesregierung beziffere den Liquiditätsbedarf aktuell auf rund 3,3 Milliarden Euro, berichtete das Magazin "Der Spiegel" am Freitag vorab.

Bislang war von Bürgschaften für den Autobauer im Umfang von 1,8 Milliarden Euro die Rede. Die Adam Opel GmbH bestätigte einen höheren Bürgschaftsbedarf, nannte allerdings keine Zahlen. Der Finanzierungsbedarf sei aber höher als die beantragte Bürgschaft.

Die Bundesregierung will den höheren Finanzbedarf des angeschlagenen Autobauers Opel vorerst nicht bewerten. Man warte auf das bis Ende kommender Woche von Opel angekündigte Konzept, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin.

"Nach der ersten Vorstellung der besonderen Lage der Adam Opel GmbH als Tochter von General Motors im November hat sich die für Opel so wichtige Absatzsituation auf großen europäischen Märkten dramatisch verändert", begründete die Tochter des schwer angeschlagenen US-Konzerns General Motors (GM) den erhöhten Bedarf.
Die Verkäufe in Märkten wie Spanien seien regelrecht zusammengebrochen - und zwar in einem Umfang, der im November 2008 noch nicht abzusehen gewesen sei. Die Schwächung der Märkte sei eine Folge der internationalen Kredit- und Finanzkrise und betreffe die gesamte Automobilindustrie.

"Dazu kommen - für Opel besonders schmerzlich - die Folgen der Wechselkursveränderungen in Märkten wie England und Russland." Die Geschäftsleitung der Adam Opel GmbH müsse dies bei der Bitte um Staatsbürgschaften berücksichtigen.

Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte dem Magazin, im Falle einer staatlichen Kreditgarantie müssten die Folgen für den Arbeitsmarkt berücksichtigt werden: "Die Sicherung von Arbeitsplätzen in einem Konzernteil sollte nicht zum Verlust von Arbeitsplätzen woanders führen." Das Unternehmen müsse schlüssig darstellen, wie es zu wirtschaftlichem Erfolg zurückfinden will. (dpa)

 


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