Dienstag, 22.05.2012
02.03.2010
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VDA

Während im Inland das Neuwagen-Geschäft im Februar lahmt, haben die Verkäufe ins Ausland weiter angezogen.

Neuwagenabsatz in Deutschland bricht im Februar ein

Die deutschen Autobauer setzen in Zeiten magerer Verkäufe auf dem Heimatmarkt verstärkt auf das Auslandsgeschäft. Während die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland im Februar um fast ein Drittel auf 194.800 Fahrzeuge einbrach, legte der Export der deutschen Hersteller im fünften Monat in Folge zu.

Die aktuelle Übersicht der Zulassungszahlen finden Sie unten rechts in der Infobox als PDF

Vor allem in Asien hoffen gerade die Premiumhersteller auf deutlich wachsenden Absatz. Aber auch bei Klein- und Ökoautos nehmen die lange als zögerlich kritisierten Konzerne langsam Fahrt auf.
Daimler plant in China ein kleines Elektroauto, Volkswagen will bis 2018 rund drei Prozent des Gesamtabsatzes mit E-Autos bestreiten und auch BMW will noch vor 2015 sein stromgetriebenes „Megacity Vehicle“ auf den Markt bringen.

Es sei klar erkennbar, dass sich „die automobilen Gewichte auf dem Weltmarkt verschieben“, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Dienstag auf dem Genfer Automobilsalon. Vor allem die Bedeutung der asiatischen Märkte werde immer größer. „Wer wie die deutschen Hersteller und Zulieferer dort präsent ist, wird zu den Gewinnern gehören“, sagte Wissmann. Neben Asien insgesamt gehörten zu den Wachstumsmärkten auch die USA. „Dort werden die deutschen Hersteller weiter Marktanteile gewinnen.“

Die Strategie der Autobauer auch die Fertigung im Ausland weiter auszubauen, sei richtig. „Bislang hat das auch der inländischen Beschäftigung genutzt. Es galt die Faustregel: zwei bis drei neue Arbeitsplätze im Ausland sichern oder schaffen einen Arbeitsplatz im Inland“, sagte Wissmann. „Wir werden alles daran setzen, dass diese Relation auch künftig gilt.“ BMW etwa geht davon aus, dass künftig die Zahl der im Inland produzierten Fahrzeuge um zehn auf dann 60 Prozent sinken wird. Deutsche Jobs seien dadurch nicht gefährdet - auch dank der steigenden Absatzzahlen im Ausland.

Insgesamt werden die Verkäufe in Deutschland 2010 nach dem Absatzfeuerwerk durch die Abwrackprämie nach Schätzung des VDA auf 2,75 bis 3 Millionen einbrechen. Im vergangenen Jahr waren noch 3,8 Millionen Autos verkauft worden. Exportiert haben die deutschen Hersteller im Februar 337.600 Pkw ins Ausland, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 57 Prozent. Auch die Bestellungen aus dem Ausland legten um rund ein Drittel zu. (dpa)

 


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