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Führungskräfte werden kaum auf Ihre Aufgaben vorbereitet.
Mit den Wölfen heulen oder selbst das Alpha-Tier werden
Aus GW-trends 3/2009
Von Thomas Ebrahim
Die moderne Management-Literatur wirft permanent neue Führungstechniken auf den Markt. Selbst wenn sich ein großer Teil der Ideen als alter Wein in neuen Schläuchen offenbart, sind Führungskräfte gezwungen, sich mit diesen Trends auseinanderzusetzen. Es wird viel gefordert, aber wenig getan, um Führungskräfte zu entwickeln. Viele Führungskräfte stehen bei ihrer persönlichen Entwicklung alleine da. Sie haben keinen Coach oder Trainer, der ihnen das nötige Wissen vermittelt und sie unterstützt. Es scheint, als ob Menschenführung so einfach ist, dass es keinerlei fundamentale Ausbildung dazu geben muss.
Das Ergebnis kennen wir: Neun von zehn Führungskräften sind mit ihrem Job überfordert und werden von ihren Mitarbeitern bestenfalls geduldet. Sie sind gute Arbeiter, aber weit davon entfernt, gute Führungskräfte zu sein. Sie werden in Ruhe gelassen, solange sie mit den Wölfen heulen, und widmen sich lieber den Sachaufgaben als den Menschen. Sie werden mit Amtsautorität und einem schönen Titel ausgestattet, und niemand zeigt ihnen, wie sie ihre Persönlichkeit entwickeln können.
Die Besessenheit, ein Ziel zu erreichen
Kaum eine Führungskraft ist auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Die meisten haben keine Kenntnis davon, wie man ein Kritikgespräch führt, wie man Mitarbeiter beurteilt, ein ordentliches Einstellungsgespräch führt oder einem Mitarbeiter kündigt.
Was eine gute Führungskraft antreibt, ist die Besessenheit, ein Ziel zu erreichen. Gute Führungskräfte kümmern sich nicht um Erfolgsrezepte und Führungstrends. Sie bleiben unbeeinflusst von selbsternannten Management-Gurus, die kometenhaft auftauchen und genau so schnell wieder verglühen. Sie plappern nicht infantil die neuesten Modeworte trendiger Management-Literatur nach. Sie bilden sich eine eigene Meinung, sind streitbare Geister und glauben nicht an Heilslehren pseudo-psychologischer Manipulationstheorien. Sie sind keine Kopien eines Idealbilds, sondern Originale.
| Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gute Führungskräfte überzeugen durch ihre Taten
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