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Mit angezogener Handbremse durchs Social Web
Aus GW-trends 3/2010
Von Marco Wegleiter
Straßen, Fernsehsendungen, Magazine, Internet – das Auto ist überall und allgegenwärtig. Man redet darüber, man freut sich darüber, man ärgert sich darüber. Also ein Thema mit Emotionen unter der Haube. Doch wie sieht es damit in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Youtube & Co. aus? Social Media bewegt zurzeit die Massen: 14 Millionen Facebook-Nutzer aller Altersgruppen im deutschsprachigen Raum machen deutlich, wo sich Käufer online aufhalten. Dabei ist der soziale Aspekt der Motor und die Technik das Fahrgestell. Es geht in erster Linie um Kommunikation und Zusammengehörigkeit.
Ende der Einwegbotschaften
Händler stellen sich daher die Frage, ob sie ihr Geschäft auch in diese Netzwerke einbringen sollen. Kann das in dieser Branche von Nutzen sein? Derzeit ist die Unsicherheit unter den Händlern jedoch groß. Kein Wunder, gibt es doch kaum nennenswerte Praxisbeispiele im deutschsprachigen Raum. Hingegen gibt es genügend Web 2.0-Plattformen, um schnell den Überblick zu verlieren.
Social Media ist ein kostengünstiges Kommunikationswerkzeug, mit dem man eine Community aufbauen kann und damit Dialoge statt Einwegbotschaften ermöglicht. Kunde = „Brand-Evangelist“ Einige Autoproduzenten fahren bereits auf Social Media ab. Ford beispielsweise hat zur Markteinführung des Fiesta 2010 in den USA eine beispiellose Kampagne gestartet – das Fiesta Movement. 100 „Fiesta-Agenten“ bekommen sechs Monate lang einen Fiesta und dürfen ihre Erfahrungen via Social Media teilen. Zusätzlich nehmen sie an Missionen aus den Bereichen Reisen, Abenteuer, soziale Projekte, Technologie, Design und Unterhaltung in verschiedenen Städten teil und bloggen ihre Meinungen, Videos und Fotos auf Facebook, Youtube, Twitter & Co. Ford bekommt so Erfahrungswerte und stärkt sein Image. Dabei erhält Ford die Aufmerksamkeit der Zielgruppe und macht die Teilnehmer zu „Brand-Evangelists“, also Enthusiasten der Marke.
In Deutschland gilt der Daimler-Blog als Vorzeigeprojekt, hier dürfen Mitarbeiter bereits seit Oktober 2007 über ihren Arbeitsalltag oder neue Entwicklungen bloggen und das parallel zur offiziellen Konzernmeinung.
| Lesen Sie weiter auf Seite 2: Beziehungen aufbauen und pflegen
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