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Ein defekter Telefonkartenleser kann Kosten von knapp 3.000 EUR verursachen.
Kleine Schäden – hohe Kosten
Bereits kleinere Mängel an Gebrauchtfahrzeugen können für Automobilhändler innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist richtig teuer werden.
Das geht aus einer Schadenanalyse des Garantieversicherers German Assistance hervor. So schlägt beispielsweise eine einfache Lambda-Sonde eines Toyota Avensis inklusive Einbau bereits mit 520 EUR zu Buche, beim ESP-Sensor eines Citroen C5 sind es 772 EUR. Wird die Einspritzpumpe eines Nissan Patrol fällig, geht es gleich um einen Betrag in Höhe von 4.124 EUR. Auch die Modulbauweise fordert ihren Tribut: Da die Telefonanlage in einem Lancia Lybra nur komplett ausgetauscht werden konnte, produzierte ein defekter Telefonkartenleser Kosten in Höhe von 2.914 EUR.
Auffällig ist auch, dass Automobilhändler nicht nur bei älteren Fahrzeugen mit kostspieligen Schäden rechnen müssen, sondern bereits mit Ende der Werksgarantie. So meldete der Käufer eines 2,5 Jahre alten Ford Fiesta mit 35.500 km einen Schaden, der durch einen Zahnriemenriss verursacht wurde und dessen Kosten sich auf 4.264 EUR beliefen. Bei einem drei Jahre alten VW Passat verabschiedete sich, ebenfalls durch einen Zahnriemenriss verursacht, bereits nach 71.000 km der 9.500 EUR teure Motor.
Auch bei unverwüstlich geltenden Komponenten wie einem Automatikgetriebe gibt es keine Haltbarkeitsgarantie, wie der Fall eines 4,5 Jahre alten Mitsubishi Pajero mit 82.000 km zeigt. Die Reparaturkosten beliefen sich hier auf 10.100 EUR. „Händler machen sich häufig nicht klar, welche Risiken sie sich einhandeln, wenn sie bestimmte Fahrzeuge in Zahlung nehmen“, sagt Michael Ramberg, Leiter der Schadenabteilung der German Assistance. „Die Technik solcher Fahrzeuge kann richtig Geld kosten.“ Das gilt auch bei Fahrzeugen, die für ihre Langlebigkeit bekannt sind, wie der BMW 7er. Im konkreten Fall kam es nach 5,2 Jahren und Tachostand 81.500 km zu einem kapitalen Motorschaden, der mit 16.400 EUR zu Buche schlug.
„Wir stellen fest, dass an modernen Fahrzeugen die ersten Schäden schon im Laufe der Herstellergarantie auftreten und sich in den folgenden Jahren durch zunehmenden Verschleiß fortsetzen“, so Ramberg. Nach seinen Erfahrungen schätzen Automobilhändler insbesondere das Schadenrisiko gerade bei Fremdfabrikaten häufig falsch ein. Für die Absicherung solcher Risiken seien Gebrauchtwagen-Garantien bzw. Reparaturkosten-Versicherungen erste Wahl. (red)
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