Donnerstag, 17.05.2012
04.05.2010
Share |
   
VDIK, VDA

Der Neuwagenabsatz konnte auch im April das Vorjahresniveau nicht erreichen.

Exportboom für deutsche Autobauer

Die deutschen Autobauer leben wegen des schwächelnden Inlandsgeschäfts zusehends von boomenden Exporten. Drei von vier Autos aus heimischen Werken werden derzeit im Ausland gekauft, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Berlin mitteilte. In Deutschland sackte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen auch im April ab und lag bei rund 259.400. Das waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts 31,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, als die Abwrackprämie noch galt. Die Ausfuhren legten dagegen laut VDA um 58 Prozent auf 338.800 Wagen zu. Die Produktion wuchs im achten Monat in Folge auf 469.400 Pkw (plus 26 Prozent).

"Die lebhafte internationale Nachfrage nach deutschen Modellen unterstreicht die Leistungsfähigkeit dieser Industrie", sagte VDA- Präsident Matthias Wissmann. Aus dem Ausland seien inzwischen seit neun Monaten steigende Auftragseingänge zu verzeichnen, im April gab es ein Plus von 30 Prozent. Größere Impulse habe es vor allem aus China gegeben, im April hätten deutsche Marken aber auch auf dem US- Pkw-Markt überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnet.

Der deutsche Neuwagenmarkt schrumpfte von Januar bis April um ein Viertel auf 929.800 Zulassungen. Dabei verbuchten ausländische Marken laut VDA mit 39 Prozent ein größeres Minus als deutsche Hersteller mit ihren Konzernmarken, die 18 Prozent verloren. Im April hatten nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts Kleinwagen die größten Einbußen (minus 57,1 Prozent), die aber auch am stärksten von der Prämie für alte Autos profitiert hatten. Bei Sportwagen (plus 68,3 Prozent), Geländewagen (plus 6,2 Prozent) und der oberen Mittelklasse (plus 1,3 Prozent) zog der Absatz dagegen an. Unter den deutschen Herstellern hatten denn auch Porsche, BMW und Mercedes gegen den Trend Zuwächse.

Die wachsenden Exporte ließen die Inlandsproduktion der deutschen Hersteller deutlich steigen. Die Dynamik der ersten vier Monate, in denen ein Sprung von 31 Prozent auf 1,86 Millionen Wagen erzielt wurde, dürfte aber nicht im gesamten Jahr anhalten, wie der VDA erläuterte. Beim Export wurde bis April ein Zuwachs von 49 Prozent auf 1,39 Millionen Wagen verzeichnet.

Für den deutschen Markt erwartet der Verband der Importeure VDIK in diesem Jahr ein Absatzvolumen von 2,8 Millionen Autos, rund eine Million weniger als 2009. Der VDA rechnet mit 2,75 bis drei Millionen Neuzulassungen. (dpa)

 

 

 


KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

Frage der Woche

GW-trends twittert

Möchten Sie immer sofort informiert werden, wenn es News aus der Gebrauchtwagenbranche gibt. Dann folgen Sie GW-trends auf Twitter. mehr

Professionelles Standzeitmanagement

Langsteher

Lösungen für Ihre Langsteher

Lesen Sie hier die wichtigsten Schritte, um Ihre Standtage zu reduzieren. mehr

Lösungen für Leasingrückläufer

Leasingrückläufer

Tipps zum Verkauf von Leasingfahrzeugen

Lesen Sie hier die aktuellen Beiträge aus GW-trends zur Vermarktung dieser Fahrzeuge. mehr

Kostenlose Leseprobe

Profitieren Sie jetzt!

Testen Sie zwei Ausgaben von GW-trends - kostenlos und unverbindlich! mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Gabler Wirtschaftslexikon Online: Lexikon und Definition für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht und SteuernDas Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen

mehr

Online-GW-Business

10 Tipps für Ihr GW-Geschäft im Internet

Lesen Sie hier, wie Sie Ihr GW-Geschäft im Internet professionalisieren. mehr

Markt

Markt_Box_mini

Den Markt bearbeiten – eine der zentralen Maßnahmen, um den Überblick über die aktuelle Lage des GW-Marktes zu behalten. mehr

GW-Bestseller

Die Statistiken von Mobile.de zeigen, wonach GW-Käufer wirklich suchen. Eine exklusive Marktübersicht in zehn Folgen. mehr