Mittwoch, 17.01.2018
03.12.2017
   
Autoscout24
 

Die Preise für Gebrauchtwagen auf der Online-Börse Autoscout24 lagen im November nur noch knapp unter der 20.000-Euro-Grenze.

GW-Preise weiter im Steigflug

Die Preisrallye bei Gebrauchtwagen hält unvermindert an – und das den fünften Monat in Folge. Gemäß einer Auswertung von Autoscout24 kostete im November ein auf der Online-Plattform gehandeltes Fahrzeug im Schnitt 19.754 Euro. Das waren 1,1 Prozent mehr als im Oktober sowie 4,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

"Seit Jahresbeginn sind die Gebrauchtwagenpreise um durchschnittlich 743 Euro gestiegen", erklärte Felix Frank, Vice President Customer bei Autoscout24. "Bei im Jahresverlauf rund 1,2 Millionen angebotenen Fahrzeugen ergibt sich daraus ein Zuwachs beim Handelsvolumen von knapp 892 Millionen Euro."

Den erneuten Preisanstieg verantworteten fünf von sieben Alterssegmenten. Abermals legten Youngtimer zwischen 20 und 30 Jahren mit plus 3,1 Prozent den größten Sprung hin (Durchschnittspreis: 7.226 Euro). Aber auch Fahrzeuge im Alter von zehn bis 20 Jahren (5.303 Euro) erfuhren mit plus 1,7 Prozent eine überdurchschnittliche Steigerung.

Nur bei Oldtimern und Jahreswagen gab es Abschläge

Diese überwiegend von Privatpersonen verkauften Fahrzeuge lösten jedoch nicht alleine den erwarteten Zuwachs aus. Mit plus 1,0 Prozent sorgte das Alterssegment der fünf bis zehn Jahre alten Autos (12.392 Euro) ebenso für steigende Preise wie Ein- bis Dreijährige (plus 0,3 Prozent, 26.298 Euro) und drei bis fünf Jahre alte Gebrauchtwagen (plus 0,1 Prozent, 19.124 Euro). Abschläge gab es im November bei den Oldtimern ab 30 Jahre (minus 0,6 Prozent, 29.638 Euro) sowie Jungwagen bis zu zwölf Monate (minus ein Prozent, 28.531 Euro).

Die Bestandzahlen waren dank guten Verkäufen sowohl im Handel als auch im Privatsektor weiterhin überwiegend rückläufig. "Fraglich hingegen ist, inwieweit auch die Verschrottung alter Fahrzeuge mit Euro 1 bis 4 aus Aktions-Inzahlungnahmen für ein geringeres Angebot sorgen", gab Frank zu bedenken. So konnten nur Oldtimer (plus 1,1 Prozent) und junge Gebrauchte im Alter von bis zu zwölf Monaten (plus 0,7 Prozent) einen Bestandsaufbau verbuchen. Die Angebote in den restlichen Segmenten gingen zurück. Interessant ist, dass bei Youngtimern (minus 5,3 Prozent) trotz des größten Preisanstiegs zugleich der höchste Bestandsabbau zu beobachten war.

Autoscout24 registrierte im November weiter sinkendes Interesse an Gebrauchtwagen auf seiner Plattform. Für die Rückgänge bei den Seitenaufrufen machte die Börse sowohl die Vorweihnachtszeit als auch die aktuell hohen Umstiegsprämien für Neuwagen verantwortlich. Das größte Minus verzeichneten Oldtimer sowie drei bis fünf Jahre und fünf bis zehn Jahre alte Fahrzeuge mit je 7,6 Prozent weniger Interessenten. (rp


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