Donnerstag, 17.05.2012
04.05.2010
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Aprilzahlen

Der US-Automarkt erholt sich langsam wieder. Die Stabilisierung der Wirtschaft erhöht die Kauflaune der Amerikaner.

Amerikaner kaufen wieder mehr Autos

In der Wirtschaft geht es wieder aufwärts, da gehört für viele US-Amerikaner ein neues Auto zu einer der ersten Anschaffungen. Auch im April brummte das Geschäft. Selbst der ewige Verlierer Chrysler konnte bei den Kunden landen. Der pannengeplagte japanische Branchenprimus Toyota erkaufte sich seinen Erfolg mit satten Rabatten. Die deutschen Hersteller hielten gut mit, allen voran der Volkswagen-Konzern. Der Marktforscher Autodata vermeldete am Montag ein branchenweites Absatzplus von knapp 20 Prozent auf 982.131 Autos. Damit setzte sich der gute Lauf der vergangenen Monate fort. Volkswagen konnte sogar um 39 Prozent wachsen. Besonders der kompakte VW Golf und die verwandte Limousine Jetta trafen den Geschmack der Amerikaner, gerne auch in der sportlichen Variante mit kräftigem Motor.

Audi bei den Premiumanbietern vorne

Bei Audi legten der A5 und der Geländewagen Q5 deutlich zu. Autodata zählte konzernweit (noch ohne Porsche) 32.596 verkaufte Autos, davon ein knappes Drittel Audi. Der BMW-Konzern musste sich mit einem Plus von 9 Prozent auf insgesamt 21.131 Autos begnügen. Daimler schaffte nach den Autodata-Zahlen immerhin einen Zuwachs von 18 Prozent auf 18.914 Wagen. Bei beiden Konzernen trübten die Kleinwagen-Töchter die Bilanz: Mini verkaufte sich nur leicht besser als im Vorjahr, Smart verlor abermals kräftig. Auch Porsche verkaufte weniger Autos.

In der Gunst der US-Kunden stand General Motors wie in alten Zeiten ganz oben. Der staatlich gestützte Konzern setzte nach eigenen Angaben 183.997 Wagen ab. Das sind allerdings nur rund 6 Prozent mehr als im krisengezeichneten Vorjahresmonat. GM hatte vier seiner ehedem acht Marken abgestoßen, was den Vergleich verzerrt. Übrig geblieben sind Chevrolet, Buick, Cadillac und GMC.

Der Überflieger Ford schaffte mit 162.996 Autos ein Plus von 26 Prozent. Das Unternehmen aus Dearborn ist der einzige der drei großen US-Hersteller, der die Krise ohne Insolvenz überstanden hatte. Ford schreibt auch als einziger schon wieder satte Gewinne. Mit frischen, verbrauchsarmen Modellen hat der Konzern der gestrauchelten Konkurrenz etliche Kunden abspenstig gemacht.

Chrysler überraschend stark

Eine Überraschung hielt Chrysler bereit. Nachdem der von Fiat-Chef Sergio Marchionne gelenkte Hersteller bislang kaum von der Kauflaune der Amerikaner profitieren konnte, sprangen die Verkäufe nun mit einem Mal um 25 Prozent auf 95.703 nach oben. Vor allem die bullige Limousine Avenger fand viele neue Fans. Bei Chrysler galt lange als unsicher, ob das Unternehmen überhaupt überleben würde. Die Lage hat sich aber deutlich entspannt. Selbst schwarze Zahlen scheinen in greifbare Nähe gerückt. Das honorieren die Kunden.

Toyota half mit Rabatten nach

Toyota schlug mit 157.439 Autos trotz Pannenserie 24 Prozent mehr Fahrzeuge los. Um nicht abzustürzen, gewährten die Japaner nach Berechnungen des Automarktplatzes Edmunds.com aber die höchsten Nachlässe der Firmengeschichte mit ihm Schnitt 2.743 Dollar pro Auto.

Damit kam Toyota nahe an die seit jeher spendablen US-Autobauer heran. Bevor die Gaspedale klemmten, die Fußmatten rutschten und die Bremsen kurzzeitig aussetzten, hatte Toyota die Kunden mit seiner Qualität überzeugt.

Den höchsten Zuwachs aller Hersteller verzeichnete die japanische Subaru mit 48 Prozent. Auch Nissan und die südkoreanische Hyundai legten kräftig zu. Die Asiaten teilen sich den Massenmarkt mit den Amerikanern. Die Deutschen spielen nur in der Premiumliga eine Rolle. Franzosen oder Italiener sind in den USA gar nicht nennenswert vertreten. (dpa)

 


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