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Nach der Abwrackprämie
Absatz von Klein- und Kompaktwagen stockt
Die Hersteller von Klein- und Kompaktwagen sind besonders stark von dem Einbruch des deutschen Automarktes nach der Abwrackprämie betroffen. Sie verloren in den ersten sechs Monaten dieses Jahres teilweise mehr als die Hälfte ihres Absatzes gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg mit. So gingen die Neuzulassungen für Autos der Marke Daihatsu um mehr als 60 Prozent zurück, Fiat verlor fast 58 Prozent, Lada 59 Prozent und die kleine Marke Lancia mehr als 61 Prozent. Insgesamt kamen im ersten Halbjahr 1,47 Millionen Autos neu auf Deutschlands Straßen, das sind 28,7 Prozent oder rund 600.000 weniger als im ersten Halbjahr 2009.
Die deutschen Hersteller konnten sich dem Markttrend nicht entziehen, hielten sich aber überwiegend etwas besser als der Durchschnitt. Marktführer VW büßte 22 Prozent seines Absatzes in Deutschland ein und erreichte damit stabile 22,3 Prozent Marktanteil.
Die Massenhersteller Ford und Opel lagen mit Minusraten jenseits der 35 Prozent schlechter als der Markt, Opel sogar bei knapp 40 Prozent. Exzellent angesichts der Rahmenbedingungen dagegen das Abschneiden der deutschen Premium Hersteller: Audi musste 12,5 Prozent abgeben, Mercedes 6,1 Prozent und BMW nur 1,0 Prozent. Diese Autos werden auch gern gewerblich als Dienstwagen gefahren. Die meisten Pkw sind auf Firmen zugelassen.
Auf die Gewinnerseite haben es im ersten Halbjahr nur drei Automarken geschafft: Nissan/Infiniti mit einem Zuwachs von 29 Prozent, Land Rover mit 24 Prozent plus und Jaguar mit knapp vier Prozent Absatzwachstum. (dpa)
Neuzulassungen von Pkw Januar bis Juni 2010 in Deutschland:
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